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Spiegeleien Fotografie
 

Eisgang

Bereits im Januar 2016 gab es wenige Tage, dass die Spree Eis führte. Die nutzte ich, um Spiegelungen von Gebäuden auf der Spree zu fotografieren. (siehe Publikation „Eisgang“). So auch 2021. Der Himmel mit seinen leichten Graupelschauern erzeugte eine mystische Stimmung. „Eingefrorene“ Berliner Stadtlandschaften lagen vor mir. Die treibenden, dünnen Eisschollen, die unterschiedliche Bewegung der Wasseroberfläche, der sanfte Schneefall, erzeugten irreale Bilder, Spiegelungen des Himmels und Strukturen überlagern das reale Bild. Durch vertikale Drehung um 180° und horizontale Spiegelung, sind sie wieder in die „Realität“ zurückgeholt.

 

Der Wald

 

Die Fotografien haben zum größten Teil den Wald zum Objekt. Mich interessierte dabei die Erweiterung des Raumbegriffs in der Natur durch Spiegel, die eine Gleichzeitigkeit von verschiedenen Ansichten zulässt. Das Sehen hinter die Objekte, das Oben und Unten, eigentlich in alle Richtungen. Diverse Perspektiven eröffnen sich. Sie brechen die Ansicht der einzelnen Fotografie auf und erweitern den Blickwinkel, ein fragmentierter Eindruck entsteht und man wird erinnert an expressionistische Collagen.

 

Spiegelglatt

Auf Hochglanz geschliffene, das vom Regen gerade gesäuberte abstrakte Skulpturenensemble aus Granitplatten am Kulturforum Berlin sowie die dramatische Wolkenbildung ist die Situation in der sich die St. Matthäus-Kirche spiegelt.

Beim Umrunden der Platten erschließen sich durch den ständig wechselnden Blickwinkel immer wieder neue interessante Ansichten des Kirchenbaus und der Umgebung. Wie ein vorgeschalteter Filter wirken die Einschlüsse im Stein, ein fast malerischer Eindruck. Die expressive Anordnung der Steinwände bzw. die Metalleinfassungen führen zu Selbstspiegelungen der Platten und sind willkommene Abwechslung für den fotografischen Bildaufbau.